Erstes Bahn-Training
by consta on Juli 6, 2009

Zuerst wollte ich an der Stelle großen Lob an das SummerJam-Festival aussprechen, das mich am Wochenende vom Fühlinger See vertrieben hat. Gäbe es nicht all diese Leute mit ihren komischen Haarschnitten und lustiger Musik, wusste ich immer noch nicht, wie toll ist es, auf einer Bahn zu skaten. Also danke, liebe Rastamans!
In Deutschland gibt es vielleicht ca. 30 Inline-Bahnen, und eine davon liegt nur 20 min mit Fahrrad von meinem Zuhause entfernt. 200 m lang, 7 bis 20 m breit, in der Mitte des schönen Neuland-Park in Leverkusen liegend und offen für solche Dilettanten wie ich. Soll man das nicht als Glück bezeichnen?
Meine erste Eindruck: das Ding ist ja rund. Während des Skaten beschäftigt man sich praktisch nur mit Abbiegen. Kaum findet man eine Gerade, muss man wieder nach links drehen. Dran muss man sich erstmal gewöhnen… Nach einer Viertelstunde habe ich endlich eine Runde geschafft, ohne mich in Gedanken auf dem Boden zu sehen. Noch eine halbe Stunde – und ich hab’ bemerkt, dass mein Schatten auf dem Asphalt praktisch wie von einem Profiskater aussieht. Die Entdeckung war berauschend. Das einzige, was noch fehlte, war natürlich die Geschwindigkeit. Schneller als 25 km/std könnte ich nicht. Oder mein Kopf wollte es nicht. Vielleicht ist der wirklich mein einzelner Körperteil, der noch bisschen Vernunft bewahrt?
Allerdings, Bahn ist geil. Man muss das öfter machen. Man muss jemanden finden, der erklärt, wie man das richtig macht. Das sind die Pläne für die Zukunft.
Am Ende des Trainings kam ein lustiger Vogel auf mich zu, und fragte, ob “die Kurve stimmt”. Keine Ahnung was er damit gemeint hat, aber er hat die Bahn genauer angeschaut und hinzugefügt: “könnte 100 Meter länger sein…”. Vielleicht hat er auch noch Probleme mit Abbiegen?
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