Langenfeld, 2009

by consta on September 7, 2009

Am letzten Sonntag wurde mir wieder klar geworden, wie vorsichtig beim Speedskaten man seien muss. Nach zwei Jahren an den Rollen erlebte ich zum ersten mal, wie ein Rennen wegen eines schweren Sturzes abgebrochen wird. Es ist bestimmt kein gutes Erlebnis.

Ich liebe den cSc, oder capp Sport cup – eine Veranstaltung, die von Elisabeth & Bernhard-Weik-Stiftung jährlich organisiert wird. Letztes Jahr war ich zum ersten mal dabei, damals war ich bei dem 40+x Inline-Rennen für Breitensportler mitgefahren.  Die Atmosphäre in Langenfeld ist absolut einzigartig; ich denke, nirgendwo sonst bekommt man so eine Stimmung eines großen Familienfestes und Gefühl der gegenseitigen Unterstützung.

In diesem Jahr kam es nicht in Frage, ob ich auch dabei seien will; diesmal wollte ich unbedingt zusammen mit den Profis skaten, und zwar beim 90+x Rennen. Mein Ziel war es, in den 90 Minuten eine Marathon-Distanz zu schaffen. Das hat leider nicht geklappt.

Nach erstem drittel des Rennens sah ich einen gestürzten Mann an der Straße liegend, der bereits von mehreren Helfern versorgt wurde. Bei nächster Runde wurde die Straße an der Stelle bereits von zwei Krankenwagen blockiert. Das Rennen war abgebrochen.

Ich hoffe sehr, dem Mann ist nichts böses passiert, ich wünsche ihm vom ganzen Herzen schnelle Genesung. Die Entscheidung der Veranstalter, kein weiteres Rennen nach dem Unfall zu starten, fand ich absolut richtig. Nach dem, was ich gesehen habe, hatte ich persönlich keine Motivation mehr, wieder Gas zu geben. Wir dürften dann noch ein paar lockere Runden drehen, ohne Zeitmessung aber mit kräftiger Unterstützung von Zuschauern. Und das half mir sehr, wieder Gleichgewicht zu finden.

Die Stürze bei Inline-Rennen passieren leider ab und zu. Man trainiert sich hart, um die Sicherheit an Skates zu gewinnen, aber es gibt immer unzählige Faktoren, an die man keinen Einfluss hat. Straßenbelege, andere Skater oder manchmal Zuschauer gehören dazu. Das der Helm schützt, soll bereits allen klar werden. Aber man muss sich selbst immer bewusst sein, was man an den Rollen tut. 20-30 km pro Stunde sind keine Spielerei mehr. Das habe ich an dem Sonntag gelernt.

Nächstes Jahr bin ich bei cSc in Langenfeld auf jeden Fall wieder dabei. Und mit dem Marathon unter 90 Minuten klappt es dann bestimmt auch. Speedskating ist eine wunderbare Sportart.

One comment

Auch ich bin der Meinung, dass ein Sturz nie ganz ausgeschlossen werden kann. Aber wir Teilnehmer sollten alles für die eigene Sicherheit tun(Protektoren, Training usw.)
Doch auch der Verband sollte sich einmal überlegen seinen Verpflichtungen gegenüber seinen Athleten besser nachzukonnen. Seid dem Karstadt-Marathon habe ich Zweifel daran, dass der Verband die Strecken von Fachleuten besichtigen lässt.
Bei kleinen Dorfrennen kann so etwas passieren, aber nicht bei Rennen von WSC oder cSc. Den Veranstalter gebe ich die geringste Schuld. Er bekommt zwar vom Verband Auflagen, aber die müssen auch überprüft werden. Vielleicht sollten wir Aktiven einmal überprüfen ob wir nicht in solchen Fällen nicht mindestens die Startgebühren von Verband zurückfordern können.
Denn wir zahlen alles, Anreise, Startgebühren, Verbandsbeiträge und Krankenkassenbeiträge.

Mit sportlichem Gruß, Uwe

by Uwe Graßmann on 8. September 2009 at 01:11. #

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