Wie ich kein Schwimmer geworden bin

by consta on Juni 20, 2010

schwimmen

Bereits seit einem halben Jahr träumte ich davon, beim Swim and Run Cologne am Fühlinger See zu starten. Ernsthaft bereitete ich mich zum heutigen Tag vor. Ich quälte mich fast jedes Wochenende ins nahliegende Schwimmbad. Ich wurde zu einem Dauerkartbesitzer. Ich habe sogar einen Seepferdchen-Crashkurs absolviert. Alles umsonst. Das Leben kann so ungerecht sein…

Gestern war noch alles in bester Ordnung. Plangemäß holte ich die Startunterlagen ab, habe dabei zufällig ein Paar meiner Landsleute getroffen und dürfte bisschen Übersetzter spielen. Die beiden Jungs sind tatsächlich aus Kiew angereist, um in Fühlinger See 12 km zu schwimmen. Unglaublich. Danach habe ich noch einen Neoprenanzug anprobiert, und bin ein Stück in dem Ding geschwommen. Bei diesen Neos kriegt man Muskelkater schon alleine vom anziehen, aber in dem Anzug zu schwimmen – ist ein reines Vergnügen. Ehrlich, diese Minuten in Wasser waren mit abstand das Beste, was mir in der letzten Zeit passierte. Es war relativ kalt draußen, es Regnete, aber da in Wasser war es derart warm und gemütlich, dass ich überhaupt nicht wieder ans Land wollte. Ich freute mich so auf das Rennen am Sonntag… Das Rennen wurde aber ohne mich gestartet. Um 9 Uhr abends lag ich plötzlich im Bed mit fast 39 Grad Fieber. Schit happens. Man kann sogar sagen – buchstäblich. Das Leben ist ungerecht.

Egal, jetzt bleiben nur noch 354 Tage bis zum nächsten Swim and Run. Da wird schon alles klappen, deswegen bin ich mir sicher.

Ich muss auch sagen, ich bin jetzt richtig ins Schwimmen verliebt. Neben dem Speedskating es ist zweite Sportart, die mir richtig viel Freude macht. Keine Ahnung, woran es liegt, aber jetzt werde ich hochwahrscheinlich öfter im Fühlinger See schwimmen.

Und die Jungs aus der Ukraine haben am Ende ganz gut abgeschnitten. Danyil Sereda kam sogar als zweiter ans Ziel. Mein Glückwunsch, die Anreise hat sich gelohnt.

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