Berlin, mon amour
by consta on August 26, 2010

Ich denke nicht, dass das Bild oben als Referenz benutzt werden kann, wie man richtig mit den Skates auf dem Boden landen soll. Ich bin mir sogar sicher – das ist ein absolut falsches Bild dafür.
Das einzige, wofür das Bild gut seien kann – es repräsentiert meinen glorreichen Auftritt beim diesjährigen Xrace in Berlin.
Mann, das war ein hartes Rennen. Keine Ahnung, woran es lag – vielleicht war der mörderische Gegenwind daran schuld – aber ich war noch nie derart fix und fertig nach einem Rennen gewesen. Und dazu noch dieser blöde Sturz an der letzten Runde. Nichts wildes, man muss beim skaten einfach öfter unter die Füsse gucken. Wie gesagt – nichts passierte, aber die Motivation lag bei mir danach tief im Keller. Ich wundere mich immer noch, dass ich nach dem Sturz noch bis zum Finish geschafft habe. Bestimmt nur deswegen, weil dort mein Kind auf mich wartete, und ich konnte es mir nich leisten, vor ihm als totaler Versager zu erscheinen.
So oder so, aber Xrace ist vorbei. Mit der Zeit knapp unter 46 min bin ich nur halbfix zufrieden – ich hatte mir vorher als Ziel die Zeit sub 45 gesetzt – ohne den Sturz konnte es vielleicht sogar klappen. Man muss nur in der Lage zu sein, das Tempo ohne Stürze sicher auszuhalten. Daran muss ich noch arbeiten.
Ah ja, Berlin ist eine wunderschöne Stadt. Ich mag sie.
4 comments
Ich habe auf dem Berliner Asphalt auch schon probegelegen. Und den Kölner, und Duisburg, und beim Training,…
by Christian on 28. August 2010 at 22:56. #
Du bist ja schon ein alter Hase in dem Business, Christian
by consta on 29. August 2010 at 12:04. #
kann passieren und sofern keine ernsthaften Blessuren an Mensch und Meterial zu verzeichnen sind ist doch alles erst einmal gut. Man sollte sich auch nicht zu sehr auf Zeiten konzentrieren, die sind in unserem Sport relativ wenig aussagekräftig…wie war das Wetter, die Strecke, die Gruppe mit der man unterwegs war…alles Faktoren die wenig zu beeinflussen sind aber erheblichen Einfluß haben.
Wie kam denn der Sturz zustande? Immer wichtig sich zu fragen woran es lag, damit das nicht noch einmal passiert.
Gruß
Frank
by Fränky on 2. September 2010 at 11:36. #
Hi Fränky!
Der Sturz war wirklich nicht schlimm, es passierte in der langsamen Phase des Rennes – wir kämpften gerade mit dem starken Gegenwind. Ich war in dem Moment zu sehr damit beschäftigt, den Anschluss an meine Gruppe nicht zu verlieren und habe eine Welle am Boden übersehen. Kurz gestolpert, hab’ noch versucht Gleichgewicht wieder zu finden – das hat natürlich nicht geklappt – und ich lag am Boden. Die Müdigkeit als Uhrsache des Sturzes ist auch nicht auszuschließen – wie gesagt, ich habe mich selten nach einem Rennen so kaputt gefühlt. Ich weiß nicht woran es lag – war es zu heiß in Berlin, zu viel Wind, zu schnell… Oder alles auf einmal.
Das schwierigste war nach dem Sturz wieder ins Rennen zu finden. Es ist lustig, was im Kopf so abgeht, wenn man plötzlich alleine an der Strecke steht, alle sind weg, und man sieht gleich über die Straße den Bus, wo eigene Sachen abgeholt werden können.
Aber ich hab’s geschafft, und bisschen bin ich doch stolz drauf. Und Du hast recht – die Zeit ist relativ. Das habe ich noch beim Mittelrhein-Marathon begriffen.
by consta on 2. September 2010 at 17:16. #