Run and Roll Day 2010

by consta on September 14, 2010

Ich habe gerade ein Gefühl, ich entwickle mich langsam zu einem Bruchpilot. Bin nämlich schon wieder gestürzt – alles ok, bin ganz sanft auf dem Boden gelandet, nur die Hose im Eimer. Zuerst war ich wegen des Sturzes tief enttäuscht gewesen, aber mittlerweile denke ich – der Fitnesslauf beim Run & Roll Day in Bielefeld war eins der coolsten Rennen, das ich je gefahren bin.

Ehrlich, an dem Sonntag habe ich all das geschafft, was ich mir in meinen gewagtesten Träumen nicht vorstellen konnte. Ich bin ganz vorne gestartet, ich habe die Spitze nie aus den Augen verloren, ich fuhr sogar selbst eine Weile lang als erster im Feld. Das war grandios. Die Zeit und Geschwindigkeit interessierten mich nicht, ich war voll damit beschäftigt, den Verlauf des Rennens mitzuerleben. Dabei fühlte ich mich vielleicht zum ersten mal nicht als ein Hobby-Skater, dessen einziges Ziel darin besteht, das Rennen überhaupt zu finishen. Ich war mittendrin im Renngeschehen. Das ist schon eine tolle Erfahrung.

Das einzige, was ich nicht geschafft habe, war der Zielsprint. Offen zu sagen – es wäre ein Wunder gewesen, wenn es gut ausgegangen wäre. In meiner kurzen Speedskater-Karriere habe ich eigentlich nie die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass die Fertigkeiten eines Sprinters mir irgendwann von Nutzen seien können. Am Ziel war ich immer froh, dass ich bis dahin geschafft habe, und ein paar Sekunden mehr oder weniger – was spielte das für eine Rolle? Diesmal war es anderes, diesmal ging es tatsächlich um Platzierungen, und ich habe mich von der Gedanke verführen lassen, ganz vorne zu finishen. Das war ausgesprochen leichtsinnig. Kurz gesagt – beim Zielsprint bin ich gestürzt. Kurz vor dem Ziel. Das war bitter – am Boden zu sitzen und zu sehen, wie alle anderen an mir vorbei über die Ziellinie fliegen. Ich bin nur froh, dass außer mir noch keiner zum Boden gegangen ist.

Na ja, das muss man auch mal erleben. So langsam kommt all das zusammen, was man wahrscheinlich als Rennerfahrung bezeichnen kann.

Wie gesagt – es war ein tolles Rennen. Gerne wieder. Noch bisschen Training, und ich gewinne das Ding. Sicher.

Das habe ich nicht gesagt

by consta on September 9, 2010

Ich? Nein. Wie, keine Rennen? Das kann nicht sein.

Am kommenden Sonntag geht es erstmal nach Bielefeld, eine Stadt, die bekanntlich nicht existiert. Die Stadt gibt es wirklich, ich war schon letztes Jahr dort gewesen, aber mir glaubt ja keiner. Gefahren wird’s beim 7. Stadtwerke run & roll day. Um nicht zu übertreiben, habe ich mich für den Fitness-Lauf über 12 km entschieden. Also, kein WSC-Rennen. Letztendlich habe ich in der WSC-Wertung bereits so viele Punkte, dass auf ein Ergebnis aus Bielefeld locker verzichtet werden kann.

Am Wochenende danach habe ich Hattingen in Visier. Am 19.09. findet dort nämlich der 1. Hattinger Inliner-Hütten-Day statt (weitere Infos unter ruhrboss.de). Ich muss gestehen, ich habe nur grobe Vorstellung davon, was ein Ausscheidungsrennen ist, und ich denke – es wird eine gute Gelegenheit das rauszufinden.

In dem Zusammenhang fällt mir gerade ein – ich muss irgendwann mal erzählen, wie ich letztes Jahr beim Aggertal gestartet bin, ohne es zu wissen, was Einzelzeitfahren ist. Das war lustig.

Also, mit so einem Plan lässt sich die verbliebene Zeit vor dem Köln Marathon einigermaßen gut überbrücken. Bin gespannt, was da so alles kommt.

Das Rennen des Jahres

by consta on September 7, 2010

Also, wenn ich einen Preis für das beste Inline-Rennen vergeben könnte, dann würde das capp Sport cup in Langenfeld bestimmt ganz oben auf der Liste der nominierten stehen. Allein von der pragmatischen Seite aus gesehen – ich kenne keine andere Veranstaltung, wo man fürs Startgeld so viel drumherum bekommt. Ich meine all das leckere Essen, Handtücher oder T-Shirts und diesmal noch eine schicke Medaille dazu. Aber die pragmatische Seite ist meistens nicht die wichtigste. Langenfeld ist einfach nett. Dort ist immer gemütlich, eis gibt kein Stress, alle sind völlig entspannt und man kann unbekümmert die schnelle Strecke genießen. Es geht mir mindestens so.

Und dieses Jahr war keine Ausnahme. Das Wetter konnte nicht besser sein. Alles verlief nach Plan: angekommen, bei der Menschenkette mitgemacht, Startunterlagen abgeholt, lecker gegessen. Die Jungs, die Bratkartoffel mit Spiegelei gemacht haben, müssen besonders gelobt werden – es war besser, als Doping. Ein paar Minuten, die ich danach im Rennen gewonnen habe, gehen auf Eure Rechnung. Danke!

Vor dem Rennen habe ich mir diesmal keine besonderen Ziele gesetzt. Vielleicht nur eine – ohne Sturz anzukommen. Wegen der Zeit machte ich mir keine Gedanken – da ich noch nie diese 90min+x gefahren bin, wusste ich – jede Zeit wird mein PB sein. Also, GPS abgeschaltet, Herzfrequenzmesser in die Tonne geschmissen und ab an die Piste. Die gleiche Taktik habe ich übrigens neulich beim Triathlon in Hennef ausprobiert und habe dabei gelernt – ohne Hi-Tech geht alles gleich viel lockerer.

Die erste Hälfte des Rennens verlief recht gemütlich. Ich fuhr in einer Dreier-Gruppe zusammen mit einem Kölner-Rollmops und einem Speedskater von CST Köln. Das Tempo war für mich voll in Ordnung und ich war schon bereit, so bis zum Ende zu skaten. Das hat aber nicht geklappt – nach einer Stunde habe ich die Gruppe verloren. Um es richtig zu formulieren – ich bin abgehauen.

So wurde es aber nicht geplant. Zu dem Zeitpunkt fuhr ich als erster in der Gruppe. Ich denke, ich bin bisschen zu schnell geworden und wollte schon die Geschwindigkeit drosseln, als ich jemanden hinter meinen Rücken spürte. Ich dachte, die Jungs aus meiner Gruppe wollen jetzt Gas geben. Ich beschleunige mich dementsprechend weiter, aber dann begreife ich, dass das gar nicht meine Gruppe ist, sondern die schnellen, die mich gerade überrunden. Toll. Und so rolle ich plötzlich wieder alleine auf der Strecke und habe die Wahl: weiter solo zu fahren, auf meine Gruppe zu warten oder versuchen, die schnellen einzuholen und dann schauen, was passiert. Ich entscheide mich für die letzte Variante.

Danach ging alles um einiges schneller. Die neue Gruppe bestand aus ein paar Speedkater aus Düsseldorf, Baduffys aus Bonn, wieder ein paar Rollmöpse und noch diverse Skater, die ich nicht identifizieren konnte. Es machte Spaß mit dem höhen Tempo zu skaten, und irgendwie war ich überrascht, das ich es ohne Problem aushalten kann. An der letzten Runde war ich sogar so frech geworden, auch von der Gruppe abzuhauen und allein zu sprinten. Es lief gut und ich hatte einfach Lust dazu.

Und so ich bin gefinisht. Ohne Stürze. Mit PB. Ein Hammer-Rennen. Bin absolut begeistert. Will noch mal.

Wie gesagt – ohne Zweifel – das war das Rennen des Jahres. So was macht Lust auf Sport, auf Training, auf neue Ziele. Noch vor kurzem war ich in totaler Depression nach Xrace gewesen und habe sogar mit den Gedanken gespielt, vielleicht lieber doch noch mal mit Triathlon zu versuchen. Jetzt warte ich sehnsüchtig auf den Köln-Marathon. Sind das noch die ganzen vier Wochen zu warten?

Bei Glanzbilder Photography habe ich übrigens heute ein paar richtig guten Fotos von dem Rennen gefunden. Enjoy :)

Business as usual

by consta on September 1, 2010

Das Wetter ist nicht das einzige Hindernis, das zwischen einem Skater und seinem Lieblingssport stehen kann. Habe gerade extrem viel zu tun; ich hoffe nur, ich kann das alles bis zum Sonntag wegschaufeln – am Sonntag starte ich nämlich beim capp-Sport-cup in Langenfeld. Ich freue mich schon auf das Rennen.

Berlin, mon amour

by consta on August 26, 2010

Ich denke nicht, dass das Bild oben als Referenz benutzt werden kann, wie man richtig mit den Skates auf dem Boden landen soll. Ich bin mir sogar sicher – das ist ein absolut falsches Bild dafür.

Das einzige, wofür das Bild gut seien kann – es repräsentiert meinen glorreichen Auftritt beim diesjährigen Xrace in Berlin.

Mann, das war ein hartes Rennen. Keine Ahnung, woran es lag – vielleicht war der mörderische Gegenwind daran schuld – aber ich war noch nie derart fix und fertig nach einem Rennen gewesen. Und dazu noch dieser blöde Sturz an der letzten Runde. Nichts wildes, man muss beim skaten einfach öfter unter die Füsse gucken. Wie gesagt – nichts passierte, aber die Motivation lag bei mir danach tief im Keller. Ich wundere mich immer noch, dass ich nach dem Sturz noch bis zum Finish geschafft habe. Bestimmt nur deswegen, weil dort mein Kind auf mich wartete, und ich konnte es mir nich leisten, vor ihm als totaler Versager zu erscheinen.

So oder so, aber Xrace ist vorbei. Mit der Zeit knapp unter 46 min bin ich nur halbfix zufrieden – ich hatte mir vorher als Ziel die Zeit sub 45 gesetzt – ohne den Sturz konnte es vielleicht sogar klappen. Man muss nur in der Lage zu sein, das Tempo ohne Stürze sicher auszuhalten. Daran muss ich noch arbeiten.

Ah ja, Berlin ist eine wunderschöne Stadt. Ich mag sie.

Wieder zuhause

by consta on August 16, 2010

Ah, ist das schön zuhause zu sein…

Habe ich vor kurzem gesagt, ich will wieder Regen? Nein, das will ich nicht. Sicher.

Wanderung (2)

by consta on August 14, 2010

So, ich will wieder nach Hause. Ich bin satt von Meer, Sand, Sonne und Bergen. Ich will wieder mal Regen. Routine sucks.

Hey, es ist nur eine Woche bis zum Xrace in Berlin! Ich denke, da bekomme ich genug Regen.

Wanderung

by consta on August 13, 2010

In den Pausen zwischen lockeren Trainings und halsbrecherischen Wanderungen mit Kindern versuche ich derzeit auf dem iPad zu zeichnen. Es klappt sogar einigermaßen.

Sonnenbrand

by consta on August 10, 2010

Wieder was dazu gelernt: wenn man den ganzen Sommer im Rennanzug rumläuft, muss man am Strand schon bisschen aufpassen.

Trainingslager

by consta on August 8, 2010

Ich befinde mich gerade in einem Trainingslager irgendwo am Meer. Obwohl meine Familie das ganze für einen stinknormalen Urlaub hielt, bin ich mir sicher – das hier ist ein super-profimäßiges Trainingslager. Leider finde ich keine vernünftigen Strecken zum Skaten in der Gegend, und muss deswegen Inliner durch Laufschuhe ersetzen, aber ich kann mich damit gut abfinden – die Zeiten an den Rollen kommen noch, da habe ich keinen Zweifel.

Bin jetzt nur gespannt, ob all die Laufkilometer, die ich hier zurücklege, die Geschwindigkeit an den Skates beeinflussen, und falls ja – in welche Richtung. Das wäre wirklich doof gewesen, den ganzen Aufwand umsonst zu betreiben.

Oder mache ich irgendwann vielleicht einen Ultralauf beim Köln-Marathon. Den, wo man erstmal 42 km skatet, und danach das gleiche noch mal läuft. Das ist eine echte Herausforderung, oder? Der Hacken an der Sache ist nur, dass man die erste Teil unter 1:30 schaffen muss, um den Startschuss zum laufen nicht zu verpassen. Und von einem Marathon unter 1:30 träume ich immer noch.

So, auf solche Gedanke kommt man, wenn man zu viel Zeit an der Sonne verbringt und zu viel Sangria trinkt. Ich gehe jetzt lieber schwimmen.