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	<title>Skate-Log &#187; Bericht</title>
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	<description>Unterwegs auf 8 Rollen</description>
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		<title>Inline-Day Kerpen</title>
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		<pubDate>Fri, 20 May 2011 09:58:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>consta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
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		<description><![CDATA[Eigentlich will ich gar nicht ein Speedskating-Rennen mit kriegsartigen Aktionen vergleichen. Aber als ich neulich in Kerpen beim 5. Inline-Day mitten im Rennen diesen Spruch hinter meinen Rücken hörte, hatte ich genau so ein Bild von tapferen Männern vor Augen, (&#8230;)<p><a href="http://skate-log.de/2011/05/inline-day-kerpen/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-560" title="der_letzte_mann" src="http://skate-log.de/wp-content/uploads/2011/05/der_letzte_mann.gif" alt="" width="640" height="378" /></p>
<p>Eigentlich will ich gar nicht ein Speedskating-Rennen mit kriegsartigen Aktionen vergleichen. Aber als ich neulich in Kerpen beim <a title="skate express ssk kerpen" href="http://www.skate-express-ssk-kerpen.de/" target="_blank">5. Inline-Day</a> mitten im Rennen diesen Spruch hinter meinen Rücken hörte, hatte ich genau so ein Bild von tapferen Männern vor Augen, die sich ohne Rücksicht auf Verluste zum Ziel durchschlagen.</p>
<p>Hier muss ich sagen – seitdem ich versuche, meine Rennen nicht im Alleingang zu bewältigen, beobachte ich immer wieder eine von den folgenden Optionen im Rennablauf: entweder ich verliere irgendwann meine Gruppe, weil sie für mich zu schnell ist, oder meine Gruppe verliert mich, wiel ich für sie zu schnell bin.</p>
<p>Der Halbmarathon in Kerpen gestaltete sich im Sinne der besagten zweiten Option. Kurz nach dem Start fand ich mich in einer relativ kleinen Gruppe aus 5-6 Skatern wieder, wir fuhren in einem flotten Tempo und ganz nach Skate-Schulbüchern übernahmen abwechselnd die Führungsarbeit. Das war toll.  Nur mit der Zeit merkte ich, dass ich immer öfter an der Spitze lande, bis mir irgendwann mitgeteilt wurde, dass unsere Gruppe gerade noch einen Mann verloren hat und ab jetzt nur aus zwei Skatern besteht.</p>
<p>Vor uns lag fast die halbe Strecke, und ehrlich – ein Rennen in einer Zweier-Gruppe durchzuhalten ist nicht gerade easy. Man kann sich nirgendwo mehr verstecken. Man übernimmt im gewissen Sinne die Verantwortung für den anderen. Man hat Angst, den anderen zu verlieren, weil dann ales noch wiel schwieriger wird. Man trauet sich nicht abzuhauen aus der Befürchtung es nicht zu schaffen. Aber was wirklich zählt – sogar zu zweit ist einfacher zu skaten als alleine.</p>
<p>In dem Tandem sind wir dann bis zum Finish gefahren. An der Zielgerade habe ich mir sogar einen kurzen Sprint erlaubt; zum Glück hatten wir schönen Rückenwind an der Stelle. Als ich die Ziellinie überquerte, zeigten die Stoppuhr 45:50. So oder so – es ist fast 5 Minuten schneller, als an der gleichen Strecke ein Jahr davor.</p>
<p>Ich frage mich natürlich wieder, was wäre, wenn ich mich am Start bisschen mehr angestrengt hätte und mit einer schnelleren Gruppe mitgefahren bin? Wahrscheinlich wäre ich dann selbst zu dem Mann geworden, von dem jemand gesagt hätte – <em>&#8220;wir haben noch einen verloren&#8221;</em>. Vielleicht könnte ich es auch schaffen, und dann noch eine halbe Minute rausholen. Wer weiß. Die Zeit spielt schließlich keine Rolle.</p>
<p>Zu der Veranstaltung selbst – ich mag Kerpen. Der Inline-Day entwickelt sich langsam zu einem meiner beliebtesten Rennen. Das war mein dritter Start dort gewesen, und immer gab es strahlende Sonne in Kerpen, diesmal sogar mit Rückenwind auf Zielgerade. So was hat noch kein anderer Veranstalter geschafft. Und alles ist richtig gut organisiert.</p>
<p>Ich denke, solche kleine Rennen bieten gerade den Freizeitskatern wie ich prima Angelegenheit an, den Renngefühl zu schnappen. Ich weiß es nicht, ob ich bei dem Sport geblieben wäre, wenn ich nicht Kerpen oder <a title="capp-Sport-cup Langenfeld" href="http://www.gemeinsam-csc.de/" target="_blank">Langenfeld</a> entdeckt hätte. Die großen Marathons sind schön und gut, aber sie sind längst nicht alles, was das Leben zu bieten hat.</p>
<p>Nächste Station – <a title="rhein ruhr marathon" href="http://www.rhein-ruhr-marathon.de/" target="_blank">Rhein-Ruhr-Marathon</a> in Duisburg. Bin gespannt. Ich war nämlich noch nie dort gewesen.</p>
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		<title>Skate-Challenge</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 09:18:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[So, an den Pausen zwischen Updates hier kann man gut sehen, dass in den letzten Wochen perfektes Skate-Wetter da draußen herrscht. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber bei dem Wetter bevorzuge ich viel lieber auf den Rollen Zeit (&#8230;)<p><a href="http://skate-log.de/2011/05/skate-challenge/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, an den Pausen zwischen Updates hier kann man gut sehen, dass in den letzten Wochen perfektes Skate-Wetter da draußen herrscht. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber bei dem Wetter bevorzuge ich viel lieber auf den Rollen Zeit zu verbringen, als vor dem Rechner zu sitzen und in irgendwelche komischen Blogs zu schreiben. Dabei läuft bereits die Renn-Saison auf vollen Touren, was wiederum bedeutet – es gibt mittlerweile jede Menge, worüber man berichten kann. Ich unterdrücke deswegen kurz meine Abneigung zu den Computern, und fange an mit dem Bericht zu der <a title="Skate-Challenge" href="http://www.skate-challenge.de/" target="_blank">5. Rhein-Main Skate-Challenge</a>.</p>
<p>Wenn ich an das Rennen denke, dann erstes, was mir einfällt, sind die Berge. Es ist erstaunlich, aber unterwegs von Eschborn nach Frankfurt und zurück gibt es unzählige Berge. Große Berge, kleine Berge, steile Berge, flache Berge&#8230; Eigentlich, man kann all diese Berge in zwei große Gruppen unterteilen:</p>
<p>Berge, auf die man klettern muss&#8230;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-548" title="frankfurt01" src="http://skate-log.de/wp-content/uploads/2011/05/frankfurt01.gif" alt="" width="370" height="668" /></p>
<p>&#8230;und Berge, von denen man runterspringt.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-547" title="frankfurt02" src="http://skate-log.de/wp-content/uploads/2011/05/frankfurt02.gif" alt="" width="370" height="668" /></p>
<p>Ich kann mich immer noch nicht entscheiden, welche von diesen Berg-Arten ich am tollsten finde. Die erste raubt mir die Kräfte, die zweite &#8211; Nerven. Die Kombination aus den beiden macht ein Rennen zu einer Herausforderung, und ich glaube deswegen &#8211; die Skate-Challenge ist kein einfaches Rennen. Ich starte dort bereits zum zweiten mal, und schon wieder schaffe ich nur die ersten 30 km in halb-fix guter Fassung. Ok, diesmal war ich schneller gewesen, und habe ein paar Schritte weiter geschafft, bevor mir Luft ausging, aber dennoch – was ist das für ein mieses Gefühl zu sehen, wie deine Gruppe unaufhaltsam von dir wegrollt&#8230; Und das passiert mir in Frankfurt schon zum zweiten mal.</p>
<p>Es gab auch ein Paar skurrile Situationen unterwegs, von denen ich euch unbedingt erzählen will.</p>
<p>Zuerst, irgendwo zwischen 10. und 15. Kilometer, hat meine Gruppe die Rennstrecke verloren. An einer Kreuzung sollten wir nach links abbiegen, haben das aber nicht getan, warum auch immer, und fuhren stattdessen unbekümmert weiter. Dann gab es plötzlich  ein lauter Durcheinander. Ich dachte zuerst, das Rennen sei abgebrochen worden. Alle begannen zu schreien, bremsen, sich umdrehen, nach dem richtigen Weg zu fragen und in Gegenrichtung zu fahren. Totales Chaos, was uns allen bestimmt einige kostbare Zeit gekosten hat.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-546" title="frankfurt03" src="http://skate-log.de/wp-content/uploads/2011/05/frankfurt03.gif" alt="" width="640" height="500" /></p>
<p>Als ich wieder an dem richtigen Weg war, sah ich, wie die nächste Gruppe die gleiche Fehler machte. Vielleicht stimmte an der Stelle doch etwas nicht mit der Absperrung?</p>
<p>Am Ende des Rennes ging es auch lustig. Kurz vor dem Finish fuhr ich, wohl bemerkt – ganz alleine, unter einer Brücke mit einem Schild drauf: &#8220;70 km &#8211; geradeaus, 42 km &#8211; nach rechts&#8221; (ber der Skate-Challenge kann man sich eine von den zwei Distanzen aussuchen). Gleich danach gab wirklich einen Abfahrt, und da ich zu dem Zeitpunkt keine Lust, geschwiegen von Kräften, auf 70 km Rennen hatte, war ich im Begriff abzubiegen. An dem Abfahrt fand ich zu meiner Überraschung eine Gruppe von Menschen, die mir ganz unmissverständlich zeigten, ich solle ja weiter fahren.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-545" title="frankfurt04" src="http://skate-log.de/wp-content/uploads/2011/05/frankfurt04.gif" alt="" width="640" height="430" /></p>
<p>Also, voll unsicher tat ich das, was die von mir wollten. Im Kopf malte ich mir aber fiese Bilder aus, wie die netten Menschen hinter meinen Rücken sich in die Hände klatschen, und sagen fröhlich: <em>&#8220;Wie toll haben wir gerade noch einen verrückten auf die lange Reise geschickt!&#8221;</em>. Ein Paar Hundert Meter vor mir fuhr ein anderer Skater, und seine nervöse Haltung sagte mir, er hat gerade die gleichen dunklen Vermutungen, wie ich. Das stimmte ja auch &#8211; der Mann bremste plötzlich, drehte sich um und fuhr mir entgegen, um wahrscheinlich den besagten Abfahrt doch zu erwischen.</p>
<p>Zwei mal in einem Rennen umzudrehen war mir schon zu viel, deswegen habe ich mich entschieden, weiter zu fahren, egal was passiert. Nach einer Weile kam noch eine Brücke mit dem gleichen Schild drauf, was mir bisschen Hoffnung brachte. Allerdings konnte ich nicht ausschließen, dass ich ab jetzt in einer Art &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Groundhog_Day_(film)">Groundhog Day</a>&#8221; stecke, und bis zu Ewigkeit dazu verdammt bin, unter der Brücke zu fahren und die Schreien <em>&#8220;Fahr weiter!&#8221;</em> zu hören. Die einzelne Möglichkeit aus dem Fluch auszubrechen wäre dann wahrscheinlich in 30 Jahren den perfekten <a title="Double Push bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Double-Push-Technik" target="_blank">Double Push</a> zu lernen und den armen Skater davon abzuhalten, zurück zu fahren.</p>
<p>Zum Glück fand ich nach der Brücke den richtigen Abfahrt und die seit langem erwartete Zielgerade danach. Unter den jubelnden Rufen der Zuschauern <em>&#8220;Geh zur Seite, die Rennradfahrer kommen!&#8221;</em> überquerte ich die Ziellinie, nahm mir meine Medaille entgegen, und war froh, dass alles vorbei ist.</p>
<p>Die Ziellinie habe ich mit der Zeit von knapp über 1:36 überquert. Keine schlechte Zeit, eigentlich. Gute 12 Minuten schneller als im Jahr davor &#8211; man kann stolz auf sich sein. Das perfekte Wetter in Frankfurt hat bestimmt zu dem Erfolg einiges beigetragen, aber das ist schon wirklich pervers &#8211; Erfolge mit Wetter zu bergünden.</p>
<p>Noch eine Überraschung &#8211; am Ende des Rennens zeigten mir meine GPS-Uhr eine Top-Geschwindigkeit von über 50 km/h. So schnell war ich an den Skates noch nie im Leben. Ich kann von Glück reden, dass ich die Werte erst danach zu sehen bekam, und nicht unterwegs &#8211; sonst hatte ich bestimmt Schiss gekriegt, und wer weiß, wie das alles ausgegangen wäre. Ich vermute nämlich, bei solchen Geschwindigkeiten trete ich langsam in den Bereich ein, wo ich meine Skates noch nicht so richtig kontrollieren kann. Man muss da schon aufpassen.</p>
<p>Im großen und ganzen ist die Skate-Challenge ein tolles Rennen. Ich bin froh, dass ich dabei war. Wenn alles glatt läuft, nächstes Jahr skate ich in Frankfurt wieder.</p>
<p>Und jetzt, falls es am Wochenende regnen soll, schreibe ich etwas über Inline-Day in Kerpen.</p>
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		<title>K2 Inlinemarathon Köln 2010</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 20:32:40 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Köln]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; So geschah es – die Straßen bei dem 14. K2 Inlinemarathon in Köln waren zwar teilweise nass, dafür dürfte man während des Rennens den blauen Himmel und jede Menge Sonne genießen, was in der Domstadt fast an ein Wunder (&#8230;)<p><a href="http://skate-log.de/2010/10/k2-inlinemarathon-koln-2010/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-470" title="im_himmel" src="http://skate-log.de/wp-content/uploads/2010/10/im_himmel1.jpg" alt="" width="640" height="846" /></p>
<p>&#8230; So geschah es – die Straßen bei dem <a title="Köln Marathon" href="http://www.koeln-marathon.de/" target="_blank">14. K2 Inlinemarathon in Köln </a>waren zwar teilweise nass, dafür dürfte man während des Rennens den blauen Himmel und jede Menge Sonne genießen, was in der Domstadt fast an ein Wunder grenzt.</p>
<p>Als ich in Straßenbahn zum Start fuhr, Pfützen am Straßenrand betrachtete und an Regenrollen dachte, die ich zuhause gelassen habe, fielen mir die Wörter von Barry Publov aus dem Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0880117214?ie=UTF8&amp;tag=constadealway-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0880117214">&#8220;Speed on Skates&#8221;</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=constadealway-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=0880117214" border="0" alt="" width="1" height="1" /> wieder ein: &#8220;<em>&#8230; implementig slight changes in skating mechanics offers a more decisive advantage than any selection of hardware</em>&#8220;. Ah, wenn alles so einfach wäre: nur Fahrtechnik leicht anpassen, und das war&#8217;s. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob die leichte Anpassung in meinem Fall ausreicht, aber die Gedanke, dass man auch ohne Regenrollen auf dem feuchten Boden überleben kann, beruhigte enorm.</p>
<p>Am Start war alles wie immer in Köln – viele Leute, tolle Stimmung, Hände zum Himmel, da simmer dabei u.s.w. Unterhaltung pur. Wenn man z.B. in Berlin im Startblock steht, denkt man an das große bevorstehende Rennen. In Köln dagegen denkt man eher an Karneval. Und alles scheint nicht mehr so ernsthaft zu sein, wie wir es manchmal gern hätten.</p>
<p>Ein Mann neben mir fragt seinen Kumpel:<br />
<em> &#8220;Und, was hast du dir vorgenommen?&#8221;</em><br />
<em> &#8220;Na ja, 1:40 oder so…&#8221;</em> &#8211; antwortet er.</p>
<p>1:40? In Köln? Ein Traum. Soll ich mich an den Mann festhalten? Ah, was sollst, klappt sowieso nicht. Ich sage mir nur &#8211; entspann dich, genieß die Stimmung.</p>
<p>Wenn ich jetzt versuche, den Rennverlauf zu rekonstruieren, stelle ich fest &#8211; es war so eine Art der Rennen, von denen man nicht viel mitkriegt. Es wurde gestartet, gefahren, und ziemlich schnell gefinisht. Nach einer Kurve kam immer eine andere; manchmal fragte ich mich, wo bin ich gerade; manchmal war ich überrascht, als ich eine oder andere Straße wiedererkannte. Es ist was besonderes, durch die Stadt zu skaten, wo man selbst wohnt. Man denkt, man kenne die Stadt, und dann sieht man sie von ganz anderer Perspektive. Und wenn dabei nur ein paar neue Gullydeckel entdeckt werden &#8211; immerhin, es ist auch was wert.</p>
<p>Irgendwann sah ich vor mir ein paar bekannte Gesichter (b.z.w. bekannte Rücken) von den Skatern, mit denen ich bereits bei anderen Rennen mitgefahren bin. Es ist ein echt guter Tipp, sich an die Leute zu orientieren, die man schon kennt. Das gibt einem jede Menge Selbstvertrauen, mir hat es auf jeden Fall sehr geholfen. Mindestens, bis zu dem Punkt, als ich diese Leute auch überholte.</p>
<p>Ein Mann, der sehr lange in meiner nähe fuhr, hat mich wahrend des Rennens sehr unterhaltet. Er hat nämlich jedes Hindernis laut angekündigt, dabei fügte er fast immer am Ende das Wort &#8220;harmlos&#8221; hinzu. &#8220;Linke Kurve &#8211; harmlos. Scharf rechts &#8211; harmlos. Kopfsteinpflaster &#8211; noch harmloser.&#8221; u.s.w. Am Ende war ich selbst davon überzeugt gewesen, dass die ganze Strecke, im Grunde genommen, sehr harmlos ist.</p>
<p>Und dann plötzlich &#8211; der Rhein, die Brücke, <a title="Tourteufel - Didi Senft" href="http://www.tourteufel.de/">der Tourteufel</a> drauf, die letzte Kurve und Finish. Das war&#8217;s. Die Uhr bleiben auf 1:35 stehen. Unglaublich. Ich weiß &#8211; die Zeit spielt zwar keine Rolle, aber dennoch &#8211; es ist eine gute Viertelstunde schneller, als meine bisherige Bestzeit in Köln. Es ist auch 2 Min schneller, als vor einem Jahr in Berlin. Dabei in Berlin war ich mir nicht sicher, ob ich am Ende noch bis zum Brandenburger Tor schaffe, in Köln dagegen könnte ich nach dem Rennen locker nach Hause skaten. Ok, an die Zeit von Mittelrhein-Marathon komme ich noch nicht ran, dafür sind in Köln ein paar Kurven mehr an der Strecke. Kurz gesagt &#8211; bin jetzt stolz wie Oskar.</p>
<p>Den Abend nach dem Marathon verbrach ich zusammen mit Leuten von <a title="skate-zone.de" href="http://www.skate-zone.de/">TC 04 Köln-Poll</a> bei netten Gesprächen und leckerem Essen. Ich frage mich gerade – ist das alles nicht ein perfekter Abschluss der Saison 2010? Sieht sehr danach aus.</p>
<p>Freue mich schon auf 2011.</p>
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		<title>Ein kleines Rennen</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 13:22:32 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
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		<description><![CDATA[Am letzten Sonntag stand noch ein Rennen bei mir in der Planung – der 1. Hattinger Hütten-Inline-Day, organisiert von RuhrBoSS. Ein kleines Rennen, aber feines – es hat viel Spaß gemacht, dort mitzuskaten. Sicherlich nicht weniger Spaß, als bei manchen (&#8230;)<p><a href="http://skate-log.de/2010/09/ein-kleines-rennen/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-404" title="little skater" src="http://skate-log.de/wp-content/uploads/2010/09/littleskater.jpg" alt="" width="640" height="478" /></p>
<p>Am letzten Sonntag stand noch ein Rennen bei mir in der Planung – der 1. Hattinger Hütten-Inline-Day, organisiert von <a href="http://www.ruhrboss.de/" target="_blank">RuhrBoSS</a>. Ein kleines Rennen, aber feines – es hat viel Spaß gemacht, dort mitzuskaten. Sicherlich nicht weniger Spaß, als bei manchen &#8220;großen&#8221; Veranstaltungen. Gute Strecke, lockere Stimmung, trockenes Wetter – was braucht man mehr für ein gelungenes Wochenende? Ich hoffe sehr, nach dem ersten Hütten-Inline-Day kommt auch der zweite, ich drucke den Organisatoren die Daumen.</p>
<p>Zu dem Rennen selbst&#8230; Die schnellen waren wie immer unbegreiflich schnell, die Kinder waren süss und lustig, die Mixed Staffel war ein Highlight in meinen Augen – so was habe ich noch nie gesehen. Kinder zusammen mit Erwachsenen in einem Rennen – das ist Spaß pur. Was ein Ausscheidungsrennen an sich hat, konnte ich nur in Theorie begreifen – die Anzahl der Hobbyskater reichte nur für einen Lauf aus, der direkt als Finale eingestuft wurde. Immerhin konnte ich mich damit trosten, dass ich bis Finale geschafft habe. Sonst hätte es bestimmt nicht geklappt – den Start habe ich irgendwie verschlafen, die ersten drei Jungs haben dermassen Dampf gemacht, dass ich sehr schnell die Idee aufgeben musste, die noch einzuholen. Dabei hat die Strecke meine weitere Schwachstelle offenbart – ich kann nämlich kaum richtig Kurven fahren. Und wenn die Strecke gleich vier davon hat, und die muss man noch 6 mal durchfahren, dann wird das ganze schnell zu einer sehr wackeligen Angelegenheit. Aber jetzt weiß ich mindestens, woran ich in Winter arbeiten muss, falls ich wieder Möglichkeit zum Hallentraining finde.</p>
<p>Um bei der Teamverfolgung mitzumachen habe ich, ehrlich gesagt, nicht genug Mut zusammen gekriegt, was ich jetzt richtig bereue. Das sah auch sehr lustig aus. Dafür konnte ich noch ein paar Fotos machen, die kann man übrigens <a title="1. Hattinger Hütten-Inline-Day" href="http://www.flickr.com/photos/greyhorn/sets/72157624865027915/" target="_blank">hier</a> angucken, falls jemand sie noch nicht gesehen hat. Was ich fragen wollte – gibt es eigentlich irgendwo Fotos vom Jedermannrennen? Die würde ich mir auch gern anschauen.</p>
<p>Also wie gesagt – es war ein Super-Sonntag. Nächstes Jahr komme ich nach Hattingen gerne wieder.</p>
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		<title>Run and Roll Day 2010</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Sep 2010 09:14:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>consta</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe gerade ein Gefühl, ich entwickle mich langsam zu einem Bruchpilot. Bin nämlich schon wieder gestürzt &#8211; alles ok, bin ganz sanft auf dem Boden gelandet, nur die Hose im Eimer. Zuerst war ich wegen des Sturzes tief enttäuscht (&#8230;)<p><a href="http://skate-log.de/2010/09/run-and-roll-day-2010/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-394" title="new_trikot" src="http://skate-log.de/wp-content/uploads/2010/09/new_trikot.jpg" alt="" width="640" height="522" /></p>
<p>Ich habe gerade ein Gefühl, ich entwickle mich langsam zu einem Bruchpilot. Bin nämlich schon wieder gestürzt &#8211; alles ok, bin ganz sanft auf dem Boden gelandet, nur die Hose im Eimer. Zuerst war ich wegen des Sturzes tief enttäuscht gewesen, aber mittlerweile denke ich &#8211; der Fitnesslauf beim <a title="7. Stadtwerke run &amp; roll day" href="http://www.bielefeld.de/de/kf/sport/run/" target="_blank">Run &amp; Roll Day</a> in Bielefeld war eins der coolsten Rennen, das ich je gefahren bin.</p>
<p>Ehrlich, an dem Sonntag habe ich all das geschafft, was ich mir in meinen gewagtesten Träumen nicht vorstellen konnte. Ich bin ganz vorne gestartet, ich habe die Spitze nie aus den Augen verloren, ich fuhr sogar selbst eine Weile lang als erster im Feld. Das war grandios. Die Zeit und Geschwindigkeit interessierten mich nicht, ich war voll damit beschäftigt, den Verlauf des Rennens mitzuerleben. Dabei fühlte ich mich vielleicht zum ersten mal nicht als ein Hobby-Skater, dessen einziges Ziel darin besteht, das Rennen überhaupt zu finishen. Ich war mittendrin im Renngeschehen. Das ist schon eine tolle Erfahrung.</p>
<p>Das einzige, was ich nicht geschafft habe, war der Zielsprint. Offen zu sagen &#8211; es wäre ein Wunder gewesen, wenn es gut ausgegangen wäre. In meiner kurzen Speedskater-Karriere habe ich eigentlich nie die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass die Fertigkeiten eines Sprinters mir irgendwann von Nutzen seien können. Am Ziel war ich immer froh, dass ich bis dahin geschafft habe, und ein paar Sekunden mehr oder weniger &#8211; was spielte das für eine Rolle? Diesmal war es anderes, diesmal ging es tatsächlich um Platzierungen, und ich habe mich von der Gedanke verführen lassen, ganz vorne zu finishen. Das war ausgesprochen leichtsinnig. Kurz gesagt &#8211; beim Zielsprint bin ich gestürzt. Kurz vor dem Ziel. Das war bitter &#8211; am Boden zu sitzen und zu sehen, wie alle anderen an mir vorbei über die Ziellinie fliegen. Ich bin nur froh, dass außer mir noch keiner zum Boden gegangen ist.</p>
<p>Na ja, das muss man auch mal erleben. So langsam kommt all das zusammen, was man wahrscheinlich als Rennerfahrung bezeichnen kann.</p>
<p>Wie gesagt &#8211; es war ein tolles Rennen. Gerne wieder. Noch bisschen Training, und ich gewinne das Ding. Sicher.</p>
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		<title>Das Rennen des Jahres</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 10:52:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>consta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[cSc]]></category>

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		<description><![CDATA[Also, wenn ich einen Preis für das beste Inline-Rennen vergeben könnte, dann würde das capp Sport cup in Langenfeld bestimmt ganz oben auf der Liste der nominierten stehen. Allein von der pragmatischen Seite aus gesehen – ich kenne keine andere (&#8230;)<p><a href="http://skate-log.de/2010/09/das-rennen-des-jahres/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-370" title="cSc Langenfeld 2010" src="http://skate-log.de/wp-content/uploads/2010/09/langenfeld2010.jpg" alt="" width="640" height="381" /></p>
<p>Also, wenn ich einen Preis für das beste Inline-Rennen vergeben könnte, dann würde das <a title="gemeinsam-rollts.de" href="http://www.gemeinsam-rollts.de/" target="_blank">capp Sport cup</a> in Langenfeld bestimmt ganz oben auf der Liste der nominierten stehen. Allein von der pragmatischen Seite aus gesehen – ich kenne keine andere Veranstaltung, wo man fürs Startgeld so viel drumherum bekommt. Ich meine all das leckere Essen, Handtücher oder T-Shirts und diesmal noch eine schicke Medaille dazu. Aber die pragmatische Seite ist meistens nicht die wichtigste. Langenfeld ist einfach nett. Dort ist immer gemütlich, eis gibt kein Stress, alle sind völlig entspannt und man kann unbekümmert die schnelle Strecke genießen. Es geht mir mindestens so.</p>
<p>Und dieses Jahr war keine Ausnahme. Das Wetter konnte nicht besser sein. Alles verlief nach Plan: angekommen, bei der Menschenkette mitgemacht, Startunterlagen abgeholt, lecker gegessen. Die Jungs, die Bratkartoffel mit Spiegelei gemacht haben, müssen besonders gelobt werden &#8211; es war besser, als Doping. Ein paar Minuten, die ich danach im Rennen gewonnen habe, gehen auf Eure Rechnung. Danke!</p>
<p>Vor dem Rennen habe ich mir diesmal keine besonderen Ziele gesetzt. Vielleicht nur eine – ohne Sturz anzukommen. Wegen der Zeit machte ich mir keine Gedanken – da ich noch nie diese 90min+x gefahren bin, wusste ich &#8211; jede Zeit wird mein PB sein. Also, GPS abgeschaltet, Herzfrequenzmesser in die Tonne geschmissen und ab an die Piste. Die gleiche Taktik habe ich übrigens neulich beim Triathlon in Hennef ausprobiert und habe dabei gelernt – ohne Hi-Tech geht alles gleich viel lockerer.</p>
<p>Die erste Hälfte des Rennens verlief recht gemütlich. Ich fuhr in einer Dreier-Gruppe zusammen mit einem Kölner-Rollmops und einem Speedskater von CST Köln. Das Tempo war für mich voll in Ordnung und ich war schon bereit, so bis zum Ende zu skaten. Das hat aber nicht geklappt &#8211; nach einer Stunde habe ich die Gruppe verloren. Um es richtig zu formulieren – ich bin abgehauen.</p>
<p>So wurde es aber nicht geplant. Zu dem Zeitpunkt fuhr ich als erster in der Gruppe. Ich denke, ich bin bisschen zu schnell geworden und wollte schon die Geschwindigkeit drosseln, als ich jemanden hinter meinen Rücken spürte. Ich dachte, die Jungs aus meiner Gruppe wollen jetzt Gas geben. Ich beschleunige mich dementsprechend weiter, aber dann begreife ich, dass das gar nicht meine Gruppe ist, sondern die schnellen, die mich gerade überrunden. Toll. Und so rolle ich plötzlich wieder alleine auf der Strecke und habe die Wahl: weiter solo zu fahren, auf meine Gruppe zu warten oder versuchen, die schnellen einzuholen und dann schauen, was passiert. Ich entscheide mich für die letzte Variante.</p>
<p>Danach ging alles um einiges schneller. Die neue Gruppe bestand aus ein paar Speedkater aus Düsseldorf, Baduffys aus Bonn, wieder ein paar Rollmöpse und noch diverse Skater, die ich nicht identifizieren konnte. Es machte Spaß mit dem höhen Tempo zu skaten, und irgendwie war ich überrascht, das ich es ohne Problem aushalten kann. An der letzten Runde war ich sogar so frech geworden, auch von der Gruppe abzuhauen und allein zu sprinten. Es lief gut und ich hatte einfach Lust dazu.</p>
<p>Und so ich bin gefinisht. Ohne Stürze. Mit PB. Ein Hammer-Rennen. Bin absolut begeistert. Will noch mal.</p>
<p>Wie gesagt – ohne Zweifel – das war das Rennen des Jahres. So was macht Lust auf Sport, auf Training, auf neue Ziele. Noch vor kurzem war ich in totaler Depression nach Xrace gewesen und habe sogar mit den Gedanken gespielt, vielleicht lieber doch noch mal mit Triathlon zu versuchen. Jetzt warte ich sehnsüchtig auf den Köln-Marathon. Sind das noch die ganzen vier Wochen zu warten?</p>
<p>Bei <a title="cSc Langenfeld 2010 “gemeinsam rollt´s”" href="http://www.glanzbilder.org/2010/09/06/csc-langenfeld-2010-gemeinsam-rollt%C2%B4s-capp-sport-cup-inline-speed-skating/" target="_blank">Glanzbilder Photography</a> habe ich übrigens heute ein paar richtig guten Fotos von dem Rennen gefunden. Enjoy <img src='http://skate-log.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Wallringfest 2010</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 08:28:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>consta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Recklinghausen]]></category>
		<category><![CDATA[Wallringfest]]></category>

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		<description><![CDATA[Tolles Rennen gab es an dem letzten Wochenende. In Recklinghausen war ich vorher noch nie, und hatte dementsprechend keine Ahnung, was mich dort erwartet. Und da fand ich ein schönes Städtchen, schnelle Strecke, perfekte Organisation und jede menge Sonne – (&#8230;)<p><a href="http://skate-log.de/2010/07/wallringfest-2010/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Double Push by greyhorn, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/greyhorn/4755861014/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4116/4755861014_f6489e2b30.jpg" alt="Double Push" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Tolles Rennen gab es an dem letzten Wochenende. In Recklinghausen war ich vorher noch nie, und hatte dementsprechend keine Ahnung, was mich dort erwartet. Und da fand ich ein schönes Städtchen, schnelle Strecke, perfekte Organisation und jede menge Sonne – alles könnte einfach nicht besser sein.</p>
<p>Vor dem Rennen habe ich mir zwei Ziele gesetzt: erstens – eine Halbmarathon-Distanz zu schaffen, und zweitens &#8211; die Strecke nicht alleine zu fahren. Das letzte war mir besonders wichtig – ich habe schon bemerkt, ich tendiere fleißig jedes Rennen zu einer Einzelzeitfahren-Veranstaltung zu machen, was sicherlich nicht gerade klug ist.</p>
<p>Mit dem HM hat es gut geklappt – 12 Runden in 47 min – es geht schon. Diesmal merkte ich aber deutlich – ich fahre so langsam nicht wegen fehlender Kondition, sondern eher wegen fehlender Technik. Am Finish war ich gar nicht ausgepowert oder so, aber schneller ging es auch nicht mehr. Vor dem langen Abfahrt hatte ich vor allem <span style="text-decoration: line-through;">Respekt</span> Schiss. Ich denke, ich soll mir für mein Training dringend irgendwo einen Berg besorgen. Der Fühlinger See ist dafür viel zu flach.</p>
<p>Mit dem Gruppenfahren ging es auch einigermaßen. Das Rennen habe ich in einer Gruppe angefangen, die sich langsam bis auf drei Leute reduzierte. In so einer kleinen Gemeinschaft zu fahren ist schon ganz andere Geschichte im Vergleich zu den unendlichen Zügen, sagen wir, des Mittelrhein-Marathons. Ich hoffe nur, ich habe den restlichen Skater mit meiner Nervosität nicht zu sehr gestört. Für alle Fälle – sorry, Leute, ich tat nur mein bestes.</p>
<p>So oder so, die gesetzten Ziele habe ich irgendwie umgesetzt. Das ganze brachte mich wieder zu Überlegungen, ob es sinnvoller wäre, mich einem Sportverein anzuschließen. Nicht das ich das nicht will, ich kenne mich einfach mit der Vereinsthematik überhaupt nicht aus. Anderseits ist es klar – alleine komme ich auch nicht weiter. Vielleicht gibt es irgendwelche Meinungen oder Empfehlungen zu dem Thema?</p>
<p>Also, wie gesagt – Wallringfest hat Spaß gemacht und war der Reise wert. Absolut. Nächstes Jahr bin ich wieder dabei.</p>
<p>Und am Sonntag fahre ich nach <a title="2. Hennefer Triathlon" href="http://www.hennef-triathlon.de/" target="_blank">Hennef</a>. Keine Skates diesmal, aber jede Menge anderer Sportarten. Mal sehen, ob ich das überlebe.</p>
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		<title>Berlin-Paderborn</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Apr 2010 21:41:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>consta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[paderborn]]></category>
		<category><![CDATA[rennen]]></category>
		<category><![CDATA[wsc]]></category>

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		<description><![CDATA[Was für eine Woche! Zwei Rennen und jede Menge Arbeit dazwischen&#8230; Komme erst heute wieder zum bloggen. Also: Berlin Das Rennen im Berlin hat für mich mit der Zeitumstellung angefangen, Wie man weißt, am Nacht vor dem Start des Halbmarathons (&#8230;)<p><a href="http://skate-log.de/2010/04/berlin-paderborn/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was für eine Woche! Zwei Rennen und jede Menge Arbeit dazwischen&#8230; Komme erst heute wieder zum bloggen. Also:</p>
<p><strong>Berlin</strong><br />
Das Rennen im Berlin hat für mich mit der Zeitumstellung angefangen, Wie man weißt, am Nacht vor dem Start des Halbmarathons kam die Sommerzeit wieder zu uns zurück. Abends davor habe ich deswegen ganz gewissenhaft die Uhren in meinem Handy umgestellt. Woran ich aber nicht gedacht habe, dass dieses <span style="text-decoration: line-through;">blöde</span> smarte Stück Plastik das gleiche noch mal am Mitternacht selbst macht. So war ich beim frühen Aufwachen, sagen wir, leicht irritiert.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-221" title="berlin01" src="http://skate-log.de/wp-content/uploads/2010/04/berlin01.jpg" alt="berlin01" width="540" height="450" /></p>
<p>Auf diese Art und Weise gewonnene Stunde gab mir aber die Möglichkeit, gründlich darüber nachzudenken, was ich beim Rennen tragen soll: z. B. kurze oder lange Hose? Die lange versprachen mehr Komfort und Wärme, die kurze dagegen sahen irgendwie richtig profimäßig und sexy aus.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-222" title="berlin02" src="http://skate-log.de/wp-content/uploads/2010/04/berlin02.jpg" alt="berlin02" width="540" height="423" /></p>
<p>Letztendlich habe ich mich für die kurze Variante entschieden. War eine gute Entscheidung.</p>
<p>Vor dem Start fielen erste Regentropfen vom Himmel. Viele Skater begannen sofort an ihren Rollen zu schrauben; ich folgte dem guten Beispiel und bereitete mich und meine Equipment auch zum Rennen im Wasser vor.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-223" title="berlin03" src="http://skate-log.de/wp-content/uploads/2010/04/berlin03.jpg" alt="berlin03" width="540" height="386" /></p>
<p>Das war gar nicht verkehrt. Der Regen wurde immer stärker und die Sonne hatte anscheinen keinen Lust daran, uns trockene Straßen anzubieten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-224" title="berlin04" src="http://skate-log.de/wp-content/uploads/2010/04/berlin04.jpg" alt="berlin04" width="540" height="437" /></p>
<p>Trotzdem verlief das Rennen ohne großen Überraschungen. Es war keine Bestzeit oder so was. Um genau zu sagen bin ich exakt die gleiche Zeit gefahren, wie vor einem Jahr im Paderborn. Dafür aber viel mehr entspannter, als damals, und das noch bei diesen miesen Bedingungen. Ich war zufrieden. Ich habe sogar schneller zum Ziel geschafft, als der erste von Läufern, die nach den Skatern gestartet haben. Das ist schon mal eine Leistung&#8230;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-225" title="berlin05" src="http://skate-log.de/wp-content/uploads/2010/04/berlin05.jpg" alt="berlin05" width="540" height="332" /></p>
<p>Wie gesagt, gutes Rennen, tolle Stadt, gerne wieder. <a title="XRace 2010" href="http://www.scc-events.com/events/xrace/2010/" target="_blank">XRace&#8217;10</a> zum Beispiel wäre gut. Ich denke darüber nach.</p>
<p><strong>Paderborn</strong><br />
Eine Woche danach ging die Reise nach Paderborn weiter, zu dem <a title="Paderborner Osterlauf" href="http://www.paderborner-osterlauf.de/">64. Paderborner Osterlauf</a>. Da es mein zweites Rennen in Paderborn war, wollte ich schon unbedingt schneller werden, als beim ersten Versuch vor einem Jahr. Und das hat sogar geklappt, eine ganze Minute habe ich gewonnen.</p>
<p>Aber so richtig zufrieden bin ich dennoch nicht. Ich glaube, es könnte besser sein. Ich habe wieder mein typisches Rennverhalten gezeigt. Erste Hälfte des Rennens habe ich in einer Gruppe verbracht, die für mich deutlich zu langsam war, und dann die zweite Hälfte mehr oder weniger im Alleingang auf der Überholspur. Irgendwie kann so was sogar Spaß machen, aber harmonisch in meinem Verständnis ist das nicht. Anderseits war diese Taktik vielleicht genau das richtige für mein Niveau, wer weiß&#8230;</p>
<p>Was ich aber zum ersten mal bei dem Rennen ausprobiert habe, war <a title="Mitfahrboerse fuer Speedskater" href="http://www.inlinespeedskaten.info/Seite/Mitfahrboerse-fuer-Speedskater.php" target="_blank">die Mitfahrbörse</a> von inlinespeedskaten.info. Echt tolle Sache, hat prima geklappt und ich kann es allen nur empfehlen.</p>
<p>Und ja, nicht zu vergessen: mit dem Paderborner Osterlauf ist <a title="Westdeutscher Speedskating Cup 2010" href="http://www.inlinespeedskaten.info/WSC/Westdeutscher-Speedskating-Cup-2010.php" target="_blank">der Westdeutsche Speedskating Cup</a> gestartet. Ich freue mich schon auf die Rennserie und wünsche allen Teilnehmern viel Erfolg! In zwei Wochen geht es weiter nach Kerpen, zum <a title="Inline Day 2010" href="http://www.skate-express-ssk-kerpen.de/inlineday2010.html" target="_blank">Inline Day 2010</a>. Ich spiele derzeit mit den Gedanken, da auf der Mittelstrecke zu starten. Mal sehen, was daraus wird&#8230;</p>
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		<title>42,195 km von Köln</title>
		<link>http://skate-log.de/2009/10/42195-km-von-koln/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 22:06:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>consta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[marathon]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich liebe den Köln-Marathon. Das ist wie die erste Liebe. Damit hat bei mir alles angefangen. Im Sommer 2007 kam mir die Schnaps-Idee in Sinn, bei einem Marathon mitzumachen. Das Laufen war für mich damals noch ein Fremdwort gewesen, aber (&#8230;)<p><a href="http://skate-log.de/2009/10/42195-km-von-koln/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich liebe den Köln-Marathon. Das ist wie die erste Liebe. Damit hat bei mir alles angefangen. Im Sommer 2007 kam mir die Schnaps-Idee in Sinn, bei einem Marathon mitzumachen. Das Laufen war für mich damals noch ein Fremdwort gewesen, aber an den Inliner konnte ich schon einigermassen gerade stehen.  Die Skates betrachtete ich also nur als eine sanfte Methode, 42 km aus eigener Kraft zu bewältigen. So, unter dem Motto &#8220;ja, ich habe einen Marathon geschafft&#8221;. Zwar an den Rollen, aber wen interessiert das schon? Und wenn es auch nur ein Marathon seien soll, auch nicht schlimm. Dachte ich mir.</p>
<p>Gestern skatete ich bereits meinen dritten Marathon in Köln. Und um nachzuzählen, bei wie viel anderen Marathons und diversen Rennen ich seit 2007 mitgemacht habe, muss ich mich schon anstrengen. Damals konnte ich mir bei besten Willen nicht vorstellen, dass Inliner so einen riesigen Platz in meinem Leben gewinnen. Trägt Köln auch die Schuld daran? Bestimmt.</p>
<p>Das Wetter war gestern, sagen wir, nicht gerade passend zum skaten. Zwar nicht so kalt, wie letztes Jahr, aber die Straßen waren nass, der Himmel war grau und der Regen wartete nur auf den Startschuss, um all die Leute da unten auch nass zu machen. Typisches Wetter in Köln halt.</p>
<p>Ich wartete in meinem gelben Startblock in der Hoffnung, dass der Regen den Startschuss doch verpasst und es wird mindestens nicht schlimmer. Sebastian Baumgartner erklärte uns währenddessen, dass die Regenrollen speziell für Rennen in Köln entwickelt wurden. Ich glaube ihm gern, ich habe sogar die Dinge an. In Essen und Koblenz haben sie mir geholfen, mal sehen, ob sie auch in Köln standhalten.</p>
<p>Zuerst starteten die Profis, dann wurden auch wir an die Strecke geschickt. Die ersten Meter in Köln sind immer wie Karneval – laute Musik überall, jubelnde Menschen an beiden Seiten der Straße und der Zug bewegt sich langsam nach vorne. Aber diesmal bin ich selbst in dem Zug mittendrin, und ich habe keine Bonbons dabei. Sorry, Leute.</p>
<p>Mein Ziel bei dem Rennen war lediglich die eigene &#8220;Kölsche Bestzeit&#8221; von 2 Stunden zu knacken. Letztes Jahr hat es nicht geklappt, diesmal schien mir das Ziel machbar zu sein. Ich musste nur meine letzten Erfahrungen in Berlin berücksichtigen. Leicht gesagt. Ich glaube langsam, ein Marathon-Rennen ist für mich mehr ein Kampf mit mir selbst, als mir anderen Skater. Eine Teil von mir, die Berlin schon vergessen hat, sagte immer: &#8220;du muss jetzt Gas geben&#8221;. Andere Teil, die sich an die Schmerzen noch erinnerte, schimpfte nur: &#8220;sei doch wieder nicht blöd&#8221;. Zwei tolle Gesprächspartner in einem Kopf. So was macht immer Laune.</p>
<p>Kurz nach dem Start habe ich eine Gruppe mit ein paar bekannten Gesichten von den Kölner Roll-Möpsen eingeholt. Ganz nach dem Motto &#8220;nie wieder alleine Skaten&#8221; schloss ich mich hinten an. Nachhinein war das eine kluge Entscheidung. So dürfte ich gute zwei drittel der Strecke bequem im Windschatten fahren. Nur die niedrige Geschwindigkeit machte mir ab und zu sorgen, was immer zu merkwürdigen inneren Dialogen führte, besonders als wir nach 57 Minuten 21 km passierten. Das war für das gesetzte Ziel bisschen zu knapp.</p>
<p>Aus den schweren Verhandlungen mit mir selbst kam dann die Entscheidung heraus, die Gruppe spätestens beim erreichen der Amsterdamer Straße zu verlassen. Das tat ich auch, aber ich tat es schweren Herzens; es schien mir keine gute Taktik zu sein, die Gruppe so einfach auszunutzen und dann davon zu laufen. Es tut mir Leid, Leute. Es war nett hinter Euch zu skaten, und ich hoffe, ich werde auch mal in der Lage, Euch guten Windschatten anzubieten.</p>
<p>Die letzten Kilometer verliefen dann nicht mehr so gemütlich. Ich war mehr oder weniger allein unterwegs, es regnete, aber die Teil von mir, die Gas geben wollte, triumphierte. Die schwarzen Rollen taten ihre Arbeit erstaunlich gut, das Gefühl des Fliegens war da und das Leben war wundervoll. Es kamen Rudolfplatz, Neumarkt, die Deutzer Brücke und der obligatorische rote Teufel darauf, und dann &#8211; der Finish. 1:51:44. Geschafft! Die Bestzeit für die Kölner Strecke ist um 10 Minuten verbessert worden. Stark. Nur an die eckige Medaille muss ich mich noch gewöhnen. Wie war das, &#8220;das Runde muss ins Eckige&#8221;? Oder war das aus einem anderen Lied? Egal &#8211; Hauptsache, ich habe wieder was zum angeben gekriegt. Was braucht man mehr?</p>
<p>Und wann kann man sich eigentlich für den nächsten Marathon in Köln anmelden?</p>
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		<title>Berlin 2009</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 20:08:27 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[marathon]]></category>
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		<description><![CDATA[Jetzt bin ich traurig. Ab heute ist der Berlin-Marathon kein Traum mehr, er ist bereits Geschichte. Vor zwei Jahren dachte ich zum ersten Mal über die Möglichkeit nach, in Berlin die 42km-Strecke zu skaten; vor einem halben Jahr wurde die (&#8230;)<p><a href="http://skate-log.de/2009/09/berlin-2009/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt bin ich traurig. Ab heute ist der Berlin-Marathon kein Traum mehr, er ist bereits Geschichte. Vor zwei Jahren dachte ich zum ersten Mal über die Möglichkeit nach, in Berlin die 42km-Strecke zu skaten; vor einem halben Jahr wurde die Reise gebucht, und jetzt sitze ich im Zug nach Köln und versuche es zusammen zu fassen, wie mein erster Berlin-Marathon gelaufen ist. Von Berlin kann ich nicht mehr träumen, ich kann mich daran nur erinnern.</p>
<p>Ich bin auch deswegen traurig, weil mit dem Marathon es nicht so geklappt hat, wie ich es mir vorgenommen habe. Soll ich es mal erzählen?</p>
<p>Irgendwo habe ich mal gelesen, ein gutes Rennen ist das Rennen, an das man sich nicht mehr erinnern kann. Jetzt kann ich das gut nachvollziehen &#8211; an die ersten 38 km kann ich mich nur bedingt erinnern. Also, Start &#8211; ich fließe in riesiger Menschenmasse, die Masse bewegt sich verdammt schnell, und ich will nicht sogar ansatzweise daran denken, was mir hier passieren kann im Falle eines Sturzes. Die ersten 30 min des Rennens &#8211; man, ist das bereits eine halbe Stunde vorbei? Ich fliege weiter. 21 km &#8211; ich bin 46 min unterwegs, meine Halbmarathon-Bestzeit, alles läuft bestens. Ich skate wie in einem Traum. Von Berlin kriege ich nichts mit. Nur Kurven und andere Skater. Einmal grüßt mich ein Mann &#8211; überraschend erkenne ich in ihm einen Skater wieder, den ich oft am Fühlinger See in Köln beim Training treffe. Grandios. Einer von 7000. Die Wahrscheinlichkeit so eines Treffens ist gleich null. Ein nettes &#8220;Viel Erfolg&#8221; und wir skaten weiter.</p>
<p>Das böse Aufwachen kommt am 38. km. Ich bin nicht besonders müde, Atmung ist in Ordnung, aber ich merke plötzlich, meine Füße wollen die skates nicht mehr kontrollieren. Es ist so, als ob ich auf ein mal verlernt habe zu skaten. Absolut bescheuertes Gefühl, so was passierte mir noch nie. Ich reduziere die Geschwindigkeit in der Hoffnung, dass der Flucht schnell vorbei geht, aber es wird immer schlimmer. Im Schneckentempo passiere ich das Sony-Center, und fange langsam an mir sorgen zu machen, wie ich in diesem Zustand den Finish erreichen soll, ohne mir Beine dabei zu brechen. An mir flitzen all die Skater vorbei, die ich vorher überholt habe. Jetzt wird es noch recht peinlich dazu. Der Brandenburger Tor macht mir keine freunde, die Leute an Tribunen feuern andere Skater an &#8211; so ein Idiot wie ich verdient nicht, bejubelt zu werden. Finish, Medaille, alles egal &#8211; nur eine Gedanke im Kopf &#8211; schnellst aus den Skates, bevor meinen Füßen was böses passiert.</p>
<p>Später begreife ich &#8211; ich habe es doch geschafft. An den letzten Kilometern war es zwar blöd gelaufen, aber jetzt habe ich neue persönliche Bestzeit, 1:37:24. Immerhin 3 min schneller, als beim letzten Mittelrhein-Marathon.</p>
<p>Was lernt man daraus? Die Geschichte mit den Füßen ist ein klarer Fall der Selbst-Überschätzung. Die kam aber in einer unerwarteten Form. Es wäre interessant zu wissen, was das war. Fehlendes Krafttraining? Muss ich öfter lange Strecken skaten? Langsamer zu skaten? Nee, das letzte klingt doof.</p>
<p>Ich bin traurig, weil ich das nicht geschafft habe, was ich wollte. Aber ich habe es versucht, und bin um eine Erfahrung reicher geworden. Ich kenne jetzt meine Grenzen, die ich weiter schieben will. Ein bisschen Training, und es klappt bestimmt mit einem Marathon in 1:30. Sicher.</p>
<p>Und ich merke langsam, dass ich von dem nächsten Berlin-Marathon träume.</p>
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